Das Leben geht weiter

7. April

Auch das Leben im Hospiz geht weiter – wenn auch etwas anders als sonst:

Unsere Ehrenamtlichen können im Moment keine Besuche in den Pflegeeinrichtungen oder im Krankenhaus machen, auch im Zuhause sind persönliche Besuche nicht möglich. Aber die Ehrenamtlichen sind telefonisch, per Mail und per Briefkontakt weiterhin verlässliche Begleitende. Und unsere Koordinatorinnen sind wie gewohnt für Sie erreichbar und beraten und unterstützen Sie gern.

Im stationären Hospiz werden weiterhin Menschen in der letzten Phase ihres Lebens gepflegt und begleitet, Menschen sterben und neue Patient*innen werden aufgenommen. Aber das Hospiz ist nicht so offen zugänglich für Familie und Freunde wie sonst.

Es hat einen Wechsel im Vorsitz des Hospizvereins gegeben. Eigentlich wollten wir dieses feiern - mit großem Dank an Beatrix Haan, die den Vorsitz viele Jahre so engagiert und kompetent wahrgenommen hat, aber nun ist alles anders. Ich habe den Vorsitz am 1. April von ihr übernommen - ohne öffentlichen Feier zu Abschied und Neubeginn.

Aber wir holen das nach. Mein Name ist Elke Reichardt und ich bin vor einem Jahr in den Ruhestand gegangen, so dass ich jetzt Zeit und Lust zu diesem Ehrenamt habe.

Mittags um 12 Uhr – beim Glockenläuten von St. Paulus – wird im Hospiz innegehalten – für ein paar Minuten - im Raum der Stille – mit wohltuenden Worten – einem Gebet – mit Mund- und Nasenmasken und gebotenem Abstand. Auch das ist anders zurzeit. Wer das Hospiz betritt, trägt eine solche Maske – zum Schutz von Patienten und Pflegenden.

Das Leben geht weiter!

Auch das Leben im Hospiz geht weiter – wenn auch anders als sonst. So war es wohl auch zu Ostern in Jerusalem. Am Karfreitag dachten alle: „Nun ist alles aus und vorbei!“ Aber es ging weiter, das Leben, wenn auch anders als vorher. „Jesus lebt, mit ihm auch ich“ – das Leben geht weiter als man denkt.

Ihre Elke Reichardt

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