Fragen & Antworten zum stationären Hospiz

  • Wer kann ins Hospiz aufgenommen werden?

    Menschen, die an einer unheilbaren Krankheit leiden, deren Lebenserwartung wenige Wochen oder Monate beträgt, deren Verbleiben im häuslichen Umfeld nicht mehr möglich ist und die weitere Krankenhausbehandlungen nicht mehr wünschen.

  • Wie bekommt man einen Platz in einem Hospiz?

    Der Patient, ein Angehöriger, der Hausarzt oder das Krankenhaus nehmen Kontakt zum Hospiz auf. Das geschieht meist telefonisch. In vielen Fällen wird ein gemeinsamer Informationstermin im Hospiz oder zuhause verabredet. Die Hospizleitung macht sich anhand der Diagnose, des Krankheitsverlaufs und der häuslichen Gegebenheiten ein Bild über die jeweilige Situation. Nach eingehender Beratung wird auf Wunsch ein Anmeldeformular für den betroffenen Patienten angelegt. Die Hospizleitung informiert den Patienten/die Angehörigen telefonisch über einen freien Hospizplatz. 
    Nach Aufnahme im Hospiz wird mit einem ärztlichen Gutachten der Antrag auf Übernahme der Hospizkosten bei der Krankenkasse gestellt. In vielen Fällen wird eine unbefristete Kostenübernahme zugesichert. In anderen Fällen wird die Zusage auf 1-3 Monate begrenzt und muss danach wieder neu beantragt werden.

  • Kann ich mir einen Platz im Hospiz reservieren, ggf. mit einer Vorab-Spende?

    Nein. Die Plätz werden nach ärztlicher Diagnose und Notwendigkeit vergeben. Aber Spenden helfen, dass es auch in Zukunft Hospizplätze gibt.

  • Was ist, wenn kein Hospizplatz frei ist?

    Bei einer Bettenkapazität von derzeit 7 Betten steht in den seltensten Fällen sofort ein Hospizplatz zur Verfügung. Der ambulante Palliativdienst, der ambulante Hospizdienst, Pflegedienste, Kurzzeitpflege oder die Aufnahme auf einer Palliativstation können in dieser Zeit eine wertvolle Alternative und Unterstützung sein. Auch ermöglicht die gute Vernetzung eventuell eine Aufnahme in einem der nahegelegenen Hospize der Umgebung.

  • Wie lange bleiben die Patienten im Hospiz?

    In den meisten Fällen bleiben aufgenommene Patienten bis zu ihrem Sterben im Hospiz. Immer wieder erleben wir aber auch, dass erwartete Krankheitsverläufe nicht eintreten und die Situation der Patienten sich stabilisiert. Patienten können auf ihren Wunsch wieder entlassen werden oder in eine Pflegeeinrichtung überwiesen werden.

  • Kann man das Hospiz auch wieder verlassen?

    Immer wieder haben Patienten den Wunsch, noch einmal nach Hause zu fahren, einen Ausflug zu machen, etwas außerhalb des Hospizes zu erleben. Das ist möglich, wenn der Patient sich diesen Ausflug zutraut und die Möglichkeit der Begleitung gegeben ist.

  • Wer betreut die Patienten?

    Im Hospiz werden Patienten durch ein multiprofessionelles Team betreut. Die ärztliche Betreuung übernimmt ein Hausarzt, der in den meisten Fällen eine Zusatzausbildung in Palliativmedizin hat, die pflegerische Betreuung Krankenpflegekräfte, die in Palliative Care ausgebildet sind. Ehrenamtliche unterstützen die Arbeit im Hospiz sowie Seelsorger und Therapeuten.

  • Wie sieht die seelsorgerische Begleitung aus?

    Das Hospiz gehört zum Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Hannovers. Unser Hospiz-Seelsorger ist Diakon Klaus Gottschalt. Bei spirituellen Fragen vermitteln wir auf Wunsch auch Kontakte zu Seelsorgern anderer  Konfessionen. » Seelsorge

  • Was kostet der Aufenthalt im Hospiz?

    Die Patienten müssen für den Aufenthalt nichts bezahlen. Die Unterbringung in einem Hospiz hat natürlich ihren Preis. In unserem Hospiz kostet die Unterbringung eines Patienten derzeit im Durchschnitt € 370 am Tag; davon entfallen 80 % auf Personalkosten. Enthalten ist die Betreuung der Patienten und ihre Verpflegung und die Begleitung der Angehörigen. Die Krankenkassen erstatten uns zur Zeit € 289. Die Differenz muss durch Spenden aufgebracht werden.

  • Können Angehörige auch im Hospiz übernachten?

    Ja, das ist nach Absprache möglich.

  • Kann ich das Haus kennenlernen?

    Ja. Nach Absprache zeigen wir Ihnen Wohn- und Aufenthaltsbereiche. Auch können Sie bei Veranstaltungen, wie z.B. dem Sommerfest im Hospizgarten, die Mitarbeiter kennenlernen.

  • Können größere Gruppen das Haus besichtigen?

    Ja, gern, nach Absprache können zum Beispiel Schulklassen, Ausbildungsgruppen oder auch andere Hospizdienste unser Haus besichtigen. Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

  • Kann ich im Hospiz ein Praktikum oder ein freiwilliges Soziales Jahr machen?

    Ja, das ist u. U. nach Absprache möglich.
    Kontakt: Regina Bauer,
    Tel. 0551-3834413

  • Wie unterscheidet sich das Hospiz von einer Palliativstation?

    Die Palliativstation ist eine Akutstation in einer Klinik. Patienten, bei denen eine ambulante Betreuung bzw. eine Schmerzbehandlung auf einer anderen Station nicht ausreichend gegeben ist, werden hier zeitlich begrenzt medikamentös so eingestellt, dass ihre Beschwerden (wie Schmerzen, Übelkeit, Schwindel, Atemnot) dauerhaft gelindert werden. Danach werden sie zurück nach Hause oder ins Heim entlassen und ambulant weiter betreut oder ins Hospiz aufgenommen. 

    Im Weender Krankenhaus wie auch in der Uni-Klink gibt es Palliativstationen. Es besteht eine gute Kooperation zwischen ihnen und dem Hospiz.